Tagesordnung und Bericht

zum Kreisdelegiertentag 2009 des Kreisschützenbundes Olpe e.V.

am 20. März 2009 ab 19.00 Uhr

in der

Aula des Schulzentrums Wenden

Ausrichter: Schützenverein St. Elisabeth 1919 Schönau-Altenwenden

Die wichtigsten Ergebnisse können Sie unten nachlesen!

1. Eröffnung, Begrüßung und Grußworte
2. Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung
3. Totengedenken
4. Wahl von vier Stimmzählern
5. Verlesung des Protokolls der Kreisdelegiertenversammlung 2008 (in Kurzform) -Langform hier-
6. Verlesung des Jahresberichts des Kreisvorstandes 2008 (in Kurzform) -Langform hier-
7. Kassenbericht und Mitgliederentwicklung 2008
8. Kassenprüfung
    a. Bericht der Kassenprüfer
    b. Entlastung des Kreisschatzmeisters und des Vorstandes
9. Wahlen zum Vorstand und Beirat
    a. Kreisgeschäftsführer
    b. Stellv. Kreisschatzmeister
    c. Evtl. Nachwahlen zum Vorstand
    d. Beiratsmitglied für die Stadt Drolshagen
    e. Beiratsmitglied für die Gemeinde Finnentrop
10. Verabschiedungen
11. Jahresbericht der Kreisjungschützen
12. Stand der Vorbereitungen zum Kreisschützenfest 2009 in Schönau-Altenwenden
13. Vorstellung und Vergabe des 11. Kreisschützenfestes 2012
14. Vergabe des Kreisdelegiertentages 2010 (turnusmäßig in der gemeinde Kirchhundem)
15. Vergabe des Bundesdelegiertentages des SSB 2011 (turnusmäßig im Bereich des KSB Olpe)
16. Wahl der Kassenprüfer für das Geschäftsjahr 2009 (turnusmäßig aus der Gemeinde Finnentrop)
17. Anträge
18. Termine des KSB und SSB in 2009
19. Verschiedenes

Der Vorstand behält sich vor, die Tagesordnung so abzuarbeiten, wie dies für einen zügigen Ablauf der Versammlung notwendig ist (z.B. Vorziehen von Tagesordnungspunkten zur Überbrückung von Wahlen etc.)

Die wichtigsten Ergebnisse des Kreisdelegiertentages 2009:
Bericht und Bilder von unserer Pressesprecherin Marianne Möller

Zur Kreisdelegiertenversammlung des Kreisschützenbundes Olpe kamen am Freitag 383 Delegierte aus den 72 Mitgliedsvereinen in die Aula des Schulzentrums nach Wenden. Ausrichter des Delegiertentags war in diesem Jahr der Schützenverein Schönau-Altenwenden, der vom 18. bis 20. September d. J. auch das 10. Kreisschützenfest ausrichtet. Für die musikalische Umrahmung zeichnete der Musikverein Saßmicke unter Leitung von Daniel Ridder verantwortlich.

Nach dem feierlichen Einzug der Kreisstandarte begrüßte Kreisoberst Martin Tillmann neben den zahlreichen Schützen besonders  die Ehrengäste. Dazu gehörten: Frank Beckehoff, Landrat des Kreises Olpe, Wendens Bürgermeister Peter Brüser, der stv. Bundes-Oberst Karl Jansen und der kommissarischen Bundesschatzmeister Arthur Wahle vom geschäftsführenden Bundesvorstand des Sauerländer Schützenbundes. Ebenso galten seine Grüße den Vertretern des Oberbergischen Schützenbundes und des Schützenbezirks Westfalen-Süd sowie den Ehrenkreisobersten Herbert Hesener und Karl-Heinz Reuber, den Ehrenvorstandsmitgliedern Hermann Höffer und Karl-Heinz Soyka sowie den Ehrenmitgliedern Theo Bröcher und Heiner Friedhoff.

In seinem Grußwort ging der Kreisoberst auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ein und appellierte an das ordnungspolitische Handeln des Staates. Ebenso gefragt sei einmal mehr das ehrenamtliche Handeln in den Bruderschaften, Gesellschaften und Vereinen. Als Gegenpol zu den wirtschaftlichen Zwängen der globalisierten Welt.


Die Kreismajestäten: Joachim Tomasetti (r.) und Markus Brüggemann.

Grüße an alle Teilnehmer des Kreisdelegiertentages überbrachte ebenfalls Bernd Jung, Vorsitzender des Schützenvereins Schönau-Altenwenden.

 


Landrat Frank Beckehoff lobte das Engagement der Schützenvereine und –bruderschaften.

Wendens Bürgermeister Peter Brüser ist Schirmherr des Kreisschützenfestes 2009.

Der stv. Bundesoberst Karl Jansen bezeichnete den Kreisschützenbund Olpe als starke und lebendige Gemeinschaft.

Landrat Frank Beckehoff ging auf das bevorstehende Kreisschützenfest ein, dass sicher erneut ein großartiges Gemeinschaftserlebnis und eine Werbeveranstaltung für das gesamte Schützenwesen sein werde.  Er zollte allen aktiven Schützenbrüdern Lob, die mit ihrem Hochfest Jahr für Jahr das Gemeinschaftsereignis schlechthin in ihren Orten organisieren. Wenn die Schützen diese gesellschaftliche Aufgabe nicht mehr erfüllen würden, so Beckehoff, würde ein großes Stück Lebensqualität und Heimatverbundenheit fehlen. „Zusammenhalt, gemeinschaftliches Miteinander, Begeisterungsfähigkeit und Freude sind die Tugenden, die dem Schützenwesen auch unter veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen Bestand und Zukunft sichern“, betonte der Landrat, der seiner Überzeugung Ausdruck verlieh, dass es auch zukünftig trotz der demografischen Veränderungen starke Schützenbruderschaften und –vereine geben werde. Mit Schützen, die die Gemeinschaft pflegen  sowie Traditionen und bewährte Prinzipien überzeugend vorleben. Beckehoff: „Bei einer Gemeinschaft mit mehr als 35.000 Mitgliedern im Kreis Olpe sollte uns dies gelingen.“

Auch Wendens Bürgermeister Peter Brüser stellte die Frage, was die Sauerländer Dörfer und Städte ohne ihr jährliches Schützenfest wären. Insofern sprach er allen Schützen Dank aus: „Sie haben eine alte, ehrwürdige und gute Tradition übernommen, bewahrt und vielen Widrigkeiten und Schwierigkeiten zum Trotz hinüber getragen in unsere Tage.“  Dem Schützenverein Schönau-Altenwenden dankte er für die Ausrichtung des Delegiertentages und des Kreisschützenfestes, für das er die Schirmherrschaft übernommen hat: „Viel Arbeit wurde und wird investiert, um das Kreisschützenfest zu einer runden Sache zu machen. Wir alle freuen uns auf wunderschöne Tage in Schönau-Altenwenden und ich möchte Sie auch als Bürgermeister herzlich einladen.“

Grüße des Bundesvorstandes überbrachte der stv. Oberst Karl Jansen, der den Kreisschützenbund Olpe als lebendige und starke Gemeinschaft herausstellte. „Wir Schützen sollten versuchen, die Jugendarbeit in den Vereinen noch mehr zu forcieren und den jungen Menschen in unseren Vereinen eine Bleibe anzubieten“, appellierte Jansen. Denn gerade die Schützen hätten eine besondere Bedeutung als tragende Säule der Gesellschaft, um zwischen den Generationen eine Brücke zu schlagen. So müsse es auch jedem Schützen möglich sein, in seiner Stadt oder in seinem Dorf den Vogel abzuschießen. „So ein Vorhaben darf nicht an einem überzogenen Kostenrahmen scheitern“, so der stv. Bundesoberst.

Nach dem Verlesen des Protokolls der Kreisdelegiertenversammlung 2008 durch den stv. Kreisgeschäftsführer Christian Schulte ging Kreisoberst Martin Tillmann auf den Jahresbericht des Kreisvorstandes ein, der den Vereinen bereits online übersandt wurde und auf der KSB-Homepage veröffentlicht ist. Einige Punkte hob er besonders hervor: Das Event der Krombacher Brauerei auf dem Ümmerich bezeichnete er als gelungene Veranstaltung. Weit mehr als 3.000 Menschen seien zusammengekommen, um gemeinsam zu feiern. Dagegen sei die Beteiligung bei der Schützenwallfahrt geradezu beschämend gewesen. Lediglich 10 von 72 Mitgliedsvereinen hätten den Weg nach Elspe gefunden. „Vorstände und alle Schützen stehen in der Pflicht, ‚Glaube, Sitte Heimat’ nicht nur auf ihre Fahnen zu schreiben, sondern diese Schützenleitmotive aktiv mit Leben zu füllen, wenn sie nicht reine Lippenbekenntnisse bleiben sollen“, rief der Kreisoberst auf. Lobend erwähnte er dagegen das soziale Engagement der Schützen. So kamen durch Spenden bei der Feier auf dem Ümmerich 1.850 Euro zusammen, die der Vorstand auf 2.000 Euro aufstockte und dem Kinderhospiz in Olpe überreichte. Die Träger des Wappenbildes spendeten eine stattliche Summe von 2.390 Euro an den Häuslichen Hospizdienst der Caritasstationen Attendorn und Finnentrop. Aus dem Sozialfonds konnten 500 Euro für soziale Zwecke in der Gemeinde Kirchhundem übergeben werden.

Schatzmeister Matthias Baumeister trug einen positiven Kassenbericht vor und verkündete mit Freude einen Anstieg der Mitgliederzahlen auf 37.262 (Vorjahr 36.842). Einen weiteren Höhepunkt der Versammlung bildeten die Wahlen zum Vorstand und Beirat. Kreisgeschäftsführer Berthold Ivo stellte sich nach sechsjähriger Amtszeit nicht mehr zur Wahl. Wegen eines Reha-Aufenthalts war er nicht anwesend, Kreisoberst Martin Tillmann sprach ihm in der Versammlung trotz Abwesenheit großes Lob für vorbildliche Arbeit aus. Seine Verabschiedung soll zu einem späteren Zeitpunkt in einem würdigen Rahmen nachgeholt werden. Als Kandidat für den Posten des Kreisgeschäftsführers stellte sich Hubertus Schürholz aus Drolshagen zur Verfügung, der vor zwei Jahren zum stv. Kreisschatzmeister gewählt wurde. Seine Wahl erfolgte einstimmig. Seinen bisherigen Posten als stellvertretender Kreisschatzmeister übernahm Ludger Maiworm vom Schützenverein Dahl-Friedrichsthal. Bestätigt wurden die Beiratsmitglieder Heinz-Hermann Müller aus Bleche für die Stadt Drolshagen) und Uli Brömme aus Heggen (für die Gemeinde Finnentrop). Als neue Kassenprüfer wurden Wolfgang Orbana vom Schützenverein Heggen und Andreas Kleinsorge von der Schützenbruderschaft Rönkhausen gewählt.


Trat nach sechsjähriger Amtszeit als Kreisgeschäftsführer zurück: Berthold Ivo, der beim Kreisdelegiertentag wegen eines Reha-Aufenthalts fehlte.
Hubertus Schürholz ist neuer Kreisgeschäftsführer und Nachfolger von Berthold Ivo.


Ist neuer stv. Kreisschatzmeister: Ludger Maiworm vom Schützenverein Dahl-Friedrichsthal.


Kreisoberst Martin Tillmann (3.v.l.) und der stv. Bundesoberst Karl Jansen (2.v.r.) gratulierten dem neuen Kreisgeschäftsführer Hubertus Schürholz (3.v.r.), dem neuen stv. Kreisschatzmeister Ludger Maiworm (r.) und den bestätigten Beiratsmitgliedern Heinz-Hermann Müller (l.) und Uli Brömme (2.v.l.).

 

Jungschützensprecher Patrick Schulte stellte in seinem Jahresbericht eine Vielzahl von Aktivitäten aus Reihen des Schützennachwuchses vor.

Im Anschluss gab André Arenz, Beiratsmitglied der Gemeinde Wenden und Königsoffizier des Schützenvereins Schönau-Altenwenden, einen Überblick über die Vorbereitungen zum Kreisschützenfest, das unter dem Motto „Ein Dorf freut sich auf die Schützen“ steht. Die Anmeldungen sind zum allergrößten Teil eingegangen, bis zum Stichtag Kreisdelegiertentag wurden von 71 Schützenvereinen und -bruderschaften 3.031 Schützen  und 31 Musikvereine und Spielmannszüge mit 1.231 Musikern gemeldet. Drei von 77 eingeladenen Vereinen haben sich abgemeldet, einige Antworten stehen noch aus. Insgesamt wird mit 7.000 Menschen gerechnet.

Die Vergabe des 11. Kreisschützenfestes im Jahr 2012 war ein weiterer, wichtiger Tagesordnungspunkt. Zwei Tage vor der Delegiertenversammlung lagen dem KSB-Vorstand noch zwei Bewerbungen vor: Die Schützenvereine Heggen und die Hundemtaler Vereine (Kirchhundem und Oberhundem) wollten das Hochfest für die Schützen aus dem gesamten Kreisgebiet ausrichten. Jochen Schäfer, Vorsitzender des Schützenvereins Heggen, gab in der Versammlung bekannt, dass die Heggener ihre Bewerbung zurückziehen. Dafür entschieden sich die Schützen, nachdem die Bewerbung der Hundemtaler Vereine eingegangen war. Schäfer: „Da wir bereits im Jahr 1991 das Kreisschützenfest ausrichten durften, wollen wir den Hundemtaler Vereinen die Chance überlassen. Wir sind froh, dass es Vereine gibt, die den Mut haben, ein solches Fest auszurichten.“

Uli Rameil, Vorsitzender des Schützenvereins Oberhundem, erklärte, dass die Schützenvereine Oberhundem und Kirchhundem das Schützenfest als Gemeinschaftsaktion ausrichten wollen. Wegen der ungünstigen Infrastruktur wurde als Veranstaltungsort Altenhundem, das Zentrum des Lennetals, gewählt. Rameil begründete, dass die Schützen für Veranstaltungen dieser Art gewappnet seien. Kirchhundem habe im vergangenen Jahr gebührend das 100-jährige Jubiläumsschützenfest und Oberhundem bereits vor einigen Jahren das 125-jährige Jubiläumsschützenfest gefeiert. Rameil lud die Heggener Schützen, mit denen er gern ins Duell getreten wäre, zum Kreisschützenfest nach Altenhundem ein: „Dann habt Ihr Gelegenheit, den Kreisschützenkönig 2012 zu stellen.“  Mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde entschieden: Die Hundemtaler Vereine richten das 11. Kreisschützenfest im Jahr 2012 aus. Johannes Behle, Beiratsmitglied für die Gemeinde Kirchhundem, sprach dem Schützenverein Heggen Dank für den Rückzug aus: „Wenn es einen Fair-Play-Preis geben würde, hätte Heggen ihn verdient.“


Jochen Schäfer, Vorsitzender des Schützenvereins Heggen, zog die Bewerbung für die Ausrichtung des Kreisschützenfestes 2011 zurück und gab damit den Vereinen aus dem Hundemtal die Chance.

Uli Rameil, Vorsitzender des Schützenvereins Oberhundem, erhielt den Zuschlag für die gemeinsame Ausrichtung des Kreisschützenfestes 2011 mit dem Nachbarverein Kirchhundem.


Oberst Martin Tillmann kandidiert in der Bundesversammlung am 28. April in Anröchte für das Amt des stv. Bundesoberst.

 

Die Schützenvereine Kirchhundem und Oberhundem hatten sich ebenso für die Ausrichtung der Kreisversammlung 2010 in Kirchhundem beworben. Da keine weiteren Bewerbungen vorlagen, erhielten die Vereine den Zuschlag. Über die Ausrichtung der Bundesversammlung am 7. Mai 2011 musste in geheimer Wahl abgestimmt werden, da mit den Schützenvereinen aus Finnentrop, Meggen und Rüblinghausen drei Bewerbungen vorlagen. Das Ergebnis: 146 Schützen stimmten für den Schützenverein Meggen, der in diesem Jahr seinen 400. Geburtstag feiert. Rüblinghausen erhielt 108 Stimmen und Finnentrop 69.

Bevor der Kreisdelegiertentag traditionell mit dem gemeinsamen Singen des  „Deutschlandliedes“ beendet wurde, ging Kreisoberst Martin Tillmann auf die schrecklichen Ereignisse des Amoklaufes in Winnenden – an die Opfer wurde gemeinsam mit den Verstorbenen der Vereine und Bruderschaften gedacht - und die damit verbundenen Forderungen auf eine Verschärfung des Waffenrechtes ein. Er teile jedoch die Ansicht des Deutschen Schützenbundes, dass es an der Kontrolle und nicht an der Schärfe der Gesetze hapert.

Ebenso begründete Tillmann seine Kandidatur als stv. Bundesoberst am 25. April auf der Bundesversammlung in Anröchte: Das Ausscheiden des früheren stv. Bundesoberst Herbert Hesener, Ehrenoberst des KSB, aus dem Vorstand des Sauerländer Schützenbundes liege schon einige Jahre zurück. Er vertrete die Ansicht, dass der Kreis Olpe als stärkster der sieben Kreisschützenbunde im Vorstand des Dachverbands vertreten sein muss. Gleichzeitig appellierte Tillmann an das „Wir-Gefühl“, das insgesamt stärker betont werden müsse. „Der Sauerländer Schützenbund ist Teil des Sauerländer Brauchtums, für das wir alle Verantwortung übernehmen müssen.“