Kreisschützenbund Olpe e.V.
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Letzte Bearbeitung:
16.05.2006 22:36

 

Info-Veranstaltung des Kreisschützenbundes Olpe zum Thema Vogelschießanlagen am 9.5.06 in Oberveischede
(Fotos: Kreisschützenbund Olpe - Pressesprecherin Nicole Voss)

 

 

In ausgesprochen sachlicher Atmosphäre fand am 9.5.06 der
vom Kreisschützenbund Olpe veranstaltete
Informationsabend zum Thema "Vogelstangen" statt.
Kreisoberst Karl-Heinz Reuber konnte Vertreter aus 54 Schützenvereinigungen begrüßen.

Landrat Frank Beckehoff erklärte, dass die zahlreiche Teilnahme Beleg dafür sei, dass das Thema Fragen aufwerfe, die miteinander geklärt werden sollen, um Unsicherheiten auszuräumen.

Kreisschießmeister Matthias Baumeister berichtete über die dem Kreisvorstand mitgeteilten Probleme, insbesondere im Rahmen der durchgeführten Umfrage, an der sich aber leider nur wenige Vereine beteiligt hatten. (Einen Bericht über das Umfrageergebnis finden Sie hier.)

Kreisrechtsrat Hans-Jürgen Grisar erläuterte im Folgenden die bestehende Rechtslage mit den Änderungen der Vorschriften in den letzten Jahren.
So wurde zum Bespiel die "Kann-Vorschrift" zum Abschluss von Versicherungen inzwischen in eine Pflicht zum Abschluss verändert (Haftpflicht mindestens
1 Millionen Euro, Unfall 10.000 Euro Todesfall/100.000 Euro Invaliditätsfall).
Er legte den Anwesenden nahe, Berührungsängste abzubauen und ihn bzw.
Ulrike Schulte bei Fragen zu kontaktieren.

Frau Ulrike Schulte als zuständige Sachbearbeiterin der Kreispolizeibehörde ergänzte anschließend die Ausführungen und bot an, Überprüfungen mit dem neuen digitalen Messgerät, das den Neigungswinkel des Geschosskastens bestimmt, vor der Prüfung vorzunehmen. Die Kosten für die Vereine und Bruderschaften könnten
durch mehrere Überprüfungen an einem Tag, sowie Verlängerung des
Regelprüfungsintervalles von drei auf vier Jahre reduziert werden.

Sodann stellte der Schießstandsachverständige Dieter Bingener in einem sehr engagierten Vortrag die sicherheitstechnischen Aspekte seiner Arbeit dar. Grundlage sind die Schießstandrichtlinien des Deutschen Schützenbundes. Diese definieren genau die verpflichtenden Sicherheitsstandards, wie zum Beispiel die Ausgestaltung des Geschossfangkastens mit Stahlblechwanne, Textilfüllung und Holzverbretterung, sowie der Serviceklappe.

Großer Wert ist darauf zu legen, dass die Geschosse im 90-Grad-Winkel in den Fangkasten einschlagen. Zudem muss die Länge der Geschosslinie mindestens 13 m betragen. Diese Idealdaten lassen sich durch entsprechende Maße des Mastes, der Entfernung des Gewehrstandes und des Neigungswinkels des Fangkastens am Mast 
erreichen.

Die anschließende Aussprache war nur kurz. Sowohl der Kreis Olpe als auch der Sachverständige sagten zu, Unterlagen zur Verfügung zu stellen, die zusammen mit dem Protokoll der Veranstaltung den Vereinen zugesandt werden.

Wir bedanken uns auf diesem Wege nochmals bei Landrat Frank Beckehoff, Hans-Jürgen Grisar, Ulrike Schulte und Dieter Bingener, dass sie sich für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt haben.

 

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