Kreisschützenbund Olpe e.V.
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Wappenbild mit Bandschnalle für Hermann-Josef Sondermann
Höchste Auszeichnung des Kreisschützenbundes Olpe für langjährigen Frenkhauser Vorsitzenden
(Bericht und Fotos unserer Pressesprecherin Marianne Möller)

 

Frenkhausen/Kreis Olpe. Als 16. Würdenträger im Kreisgebiet wurde am Samstag im Rahmen des Schützenballs der St.-Franziskus-Xaverius-Schützen der langjährige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende Hermann-Josef Sondermann mit der höchsten Auszeichnung des Sauerländer Schützenbundes, dem Wappenbild mit Bandschnalle, ausgezeichnet. Kreisoberst Martin Tillmann nahm in Begleitung von Kreisgeschäftsführer Berthold Ivo, stv. Kreisgeschäftsführer Christian Schulte, des stv. Kreisschatzmeisters Hubertus Schürholz und des Beiratsmitglieds für Drolshagen, Heinz Hermann Müller, die besondere Auszeichnung vor. Für Hermann Sondermann war das eine große Überraschung. Er hatte keine Ahnung, was seine Vorstandskollegen für ihn in die Wege geleitet hatten.

Hermann-Josef Sondermann (mi. mit Ehefrau Christa) erhielt am Samstag von Kreisoberst Martin Tillmann (2.v.l.) die höchste Auszeichnung des Sauerländer Schützenbundes, das Wappenbild mit Bandschnalle. Vom Kreisschützenbund gratulierten auch Kreisgeschäftsführer Berthold Ivo (3.v.l.), stv. Kreisgeschäftsführer Christian Schulte (2.v.r.), der stv. Kreisschatzmeisters Hubertus Schürholz (r.)und das Beiratsmitglied für Drolshagen, Heinz Hermann Müller (l.)


Hermann-Josef Sondermann (r.) erhielt am Samstag von Kreisoberst Martin Tillmann (2.v.l.) die höchste Auszeichnung des Sauerländer Schützenbundes, das Wappenbild mit Bandschnalle. Vorsitzender und Schützenkönig Ulrich Meier (l.) und alle Gäste spendeten großen Beifall.

„Es ist mir eine besondere Freude, den ersten Termin im jungen Jahr 2008 in Frenkhausen wahrnehmen zu dürfen, um Hermann-Josef Sondermann für dessen herausragende Leistungen zum Wohle des Schützenvereins und des gesamten Ortes die höchste Auszeichnung des Sauerländer Schützenbundes zukommen zu lassen“, hob der Kreisoberst hervor und würdigte die vielen Verdienste, die Hermann Sondermann in 32 Jahren – von 1975 bis 1981 als 2. Vorsitzender und von 1981 bis Ende 2007 als 1. Vorsitzender – für seinen Verein und den Ort erwirkt hat. „Du hast dem Verein seinen individuellen Stempel aufgedrückt“, sprach Tillmann Anerkennung aus und stellte die Hauptaufgabe des Ehrenvorsitzenden heraus. Diese habe darin bestanden,  das Image des Heimatvereins und der Schützenvereine und –bruderschaften im Allgemeinen von dem landläufigen Vorurteil, dass Schützen nur Bier trinken, zu befreien und sein Augenmerk auf den sozialen und kirchlichen Bereich, auf die Dörfer der ehemaligen Schulgemeinde Öhringhausen, auf die jungen Leute und die älteren Mitglieder und auf eine schöne Schützenfestfeier zu richten. Tillmann: „Dein Wirken und Dein Engagement seit mehr als 30 Jahren waren und sind beispielhaft. Du hast es verdient, als 16. Person im Kreis Olpe die höchste Auszeichnung zu erhalten.“

Die Liste der Verdienste von Hermann-Josef Sondermann ist lang. Als er 1981 als zweiter Vorsitzender in den Vorstand gewählt wurde, initiierte er gleich die Fertigstellung der neuen Toilettenanlage auf dem Schützenplatz und die Errichtung des Bildstocks „Auf dem Hebberg“. Im gleichen Jahr rief er eine Adventsfeier für Senioren ins Leben, die zur Tradition wurde und sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Im Jahr 1983 wurde auf Sondermanns Initiative eine Jungschützen-Gruppe ins Leben gerufen, im gleichen Jahr bezwang er den Rest des Schützenvogels und wurde als König der St.-Franziskus-Xaverius-Schützen gefeiert. Im Laufe der Jahre setzte er sich für die Anschaffung der Königs-Tageskette, der Königinnen-Medaillen und der Jubelköniginnenorden ein. Als die Schützen im Jahr1987 das 75-jährige Vereinsjubiläum feierten, konnten sie dank seiner Initiative mit einer neuen Fahne aufmarschieren.

Nachdem der Verein im Jahr 1988 ein 2.400 m² großes Grundstück direkt am Schützenplatz erwerben konnte, wurden neue Parkplätze erstellt. Im Jahr 1989 verabschiedete der Vorstand eine neue Satzung. Dass die Frenkhauser Kapelle vor 18 Jahren das schöne Franziskusfenster erhielt, ist ebenfalls Hermann Sondermann zu verdanken. Er spendete dafür 2500 Mark. Die Idee aus dem Jahr 1990, eine Eiche als Symbol der „Deutschen Einheit“ zu pflanzen, stammt ebenso von Hermann Sondermann.  Nicht nur die Erhaltung und Verschönerung der Franziskus-Kapelle war immer ein besonderes Anliegen von Hermann Sondermann. Er ließ sein Auge auch über die anderen Orte der früheren Schulgemeinde Öhringhausen schweifen. So erwirtschafteten die Schützen von 1990 bis 1996 auf dem Rosenkranzfest in Wenkhausen 4.400 Mark für die Kapelle in Wenkhausen. Sie erneuerten im Jahr 1990 das Gedenkkreuz „In der Alsmicke“ und bauten im gleichen Jahr eine neue Vogelschießanlage. Zwei Jahre später nahmen sie sich das Ehrenmal vor, das sie renovierten und neu gestalteten. 1997 wurde der Bildstock renoviert und eine neue Mutter-Gottes-Statue errichtet.

Das Beiratsmitglied für Drolshagen, Heinz Hermann Müller, gratuliert Hermann-Josef Sondermann.

Christa Sondermann freut sich mit ihrem Mann Hermann über die besondere Auszeichnung.

1998 schaffte der Vorstand eine neue Marschfahne und eine Fahne für die Jungschützen an. Gleichzeitig wurde ein 2.000 m² großes Grundstück für die Erweiterung des Parkplatzes am Schützenplatz erworben. Ein Jahr später freuten sich die Jungschützen über eigene Schützenkappen.
Von 1998 bis 1999 waren die Schützen auf dem Weihnachtsmarkt in Drolshagen vertreten und spendeten den Erlös für den Dreifaltigkeits-Leuchter in der Pfarrkirche St. Clemens. Seit dem Jahr 2002 richten die Schützen in Zusammenarbeit mit den Vereinen und Privatpersonen der früheren Schulgemeinde den beliebten Franziskusmarkt aus, von dessen Erlösen ein neuer Kinderspielplatz in Frenkhausen errichtet werden konnte. Vor zwei Jahren konnten eine neue Orgel für die Kapelle angeschafft und ein Totenbuch mit allen Vermissten und Gefallenen der beiden Weltkriege erstellt werden. Neben kirchlichen Einrichtungen hat der Verein unter Vorsitz von Hermann Sondermann auch soziale Belange unterstützt. Im Rahmen der Ausstellung „Olper Land“ im Jahr 1996  verkauften die Schützen Erntedank-Brot und übergaben einen Reinerlös von 2.300 Mark an die Lebenshilfe Villa Müller in Olpe.
Dass der St.-Franziskus-Xaverius-Verein als erster Schützenverein im Kreis beim Schützenfest keinen Eintritt erhebt, war genauso die Idee von Hermann Sondermann wie die Einladung der älteren Schützenbrüder am Schützenfestsonntag zum Frühstück.
„Hermann-Josef Sondermann hat dem Verein viele Impulse gegeben“, stellte Tillmann heraus. „Er hat sich um eine Geschlossenheit im Vorstand und Verein bemüht, die Jungschützen unterstützt, die Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen forciert und dem Verein ein positives Bild in der Öffentlichkeit verschafft.“ Sein Bestreben sei es stets gewesen, echten Schützengeist zu fördern und zu festigen.
Hermann Sondermann, der am 9. Dezember sein Amt an Ulrich Meier abgab, freute er sich über die besondere Ehrung. „Ich danke allen Schützenbrüdern, denen ich im Laufe der Jahre mehr oder weniger auf den Senkel gegangen bin“, konnte er sich einen Scherz nicht verkneifen und richtete den Blick in die Zukunft: „Ob es richtig war, wird sich herausstellen.“ Der anerkennende Applaus bewies, wie richtig und wichtig sein Wirken war und ist.

Ein herzliches Dankeschön erging auch an Hermann Sondermanns Frau Christa. Sie erhielt für die jahrelange Unterstützung ihres Mannes vom Vorstand des St.-Franziskus-Xaverius-Schützenvereins einen Blumenstrauß. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Iseringhausen verpasste dem feierlichen Anlass einen gebührenden Rahmen.